Translanguaging in fremdsprachigen literarischen Texten sowie beim Lesen fremdsprachiger literarischer Texte

Autor/innen

Saša Jazbec
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Sarah Löwenkamp
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Synopsis

Translanguaging ist ein Ansatz, der in der Theorie und vor allem in der bilingualen Forschung seit etwa 30 Jahren bekannt ist. Er beruht auf der Prämisse, dass mehrsprachige Menschen über ein sprachliches Repertoire verfügen, das sie flexibel einsetzen und indem sich die Gesamtheit ihrer Sprachen (Muttersprache, Fremdsprachen, Zweitsprache, sprachliche Varietäten) befindet. Es handelt sich um eine mehrsprachige Praktik, die alle Menschen kennen und in nicht-intentionellen Zusammenhängen oder nicht öffentlich auch praktizieren. Dieser fluide Einsatz von Ressourcen im sprachlichen Repertoire stößt in der Gesellschaft und Bildung an die Grenzen der Einsprachigkeit, des monolingualen Standards und des Codeswitching und überwindet sie zugleich. Translinguale Praktiken unterscheiden sich auf rezeptiver (Translanguaging wird in der mündlichen Kommunikation eingesetzt) und auf produktiver Ebene (Translanguaging resultiert in schriftlichen Texten). Dieser Beitrag wird auf beide Ebenen eingehen: auf literarische Texte, die als translinguale Produkte bezeichnet werden können (bspw. Tawada, Krivokapić), und auf die translingual-orientierte Rezeption von literarischen Texten. Im Mittelpunkt steht vor allem die für die Literaturdidaktik relevante Forschungsfrage, wie Translanguaging-Strategien das Engagement und das Sprachverständnis der Schüler:innen bei der Analyse fremdsprachiger literarischer Texte verbessern (können).

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Veröffentlicht

September 3, 2026

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Zitationsvorschlag

Jazbec, S., & Löwenkamp, S. (2026). Translanguaging in fremdsprachigen literarischen Texten sowie beim Lesen fremdsprachiger literarischer Texte. In G. Lovrić, A. Pavić Pintarić, & M. Jeleč (Hrsg.), 70 Jahre Germanistik in Zadar: Rückblicke, Einblicke, Ausblicke (S. 281-305). Morepress Books. https://doi.org/10.15291/9789533316505.14