Das er&te serbp-kraatische Vierakzentsystem wurde im Jahre 1812., unter Napoleons Herrschaft, von gime Starčević in seiner Grammatik »Nova ričo- slovlca ilirlčka« dargestellt. In seiner Arbeit hat er seine ikawisch-stokawische Mundart aus der Umgebung von Gospić in Kroatien als Grundlage genommein. Die vier Akzente bezeichnet Starčević mit drei Akzentzeichen, und zwar: 1) den heutigen kurzfallenden bezeichnet er nicht (nebo — nebo), 2) den kurz- steigenden bezeichnet er mit * (dobrota = dobrota), 3) den langfallenden als ' (glas = glas), 4) den langsteigenden gleich dem heutigen als ' (karati). Die Quan- titat bezeichnet er mit ' (žene = Gen. Sg. žene). Davon gibt es sehr bedeutende Abweichungen in einer Reihe von Kategorien, wo sich die Bedeutung einzelner Zeichen nach der Stelle im Worte andern kann, zB. vor dem Quantitatszeichen. wie im Gen. Pl. nokata = nokata. Deshalb ware es heute Unmoglich so zu sprechen, wie Starčević es wollte und wie er in seiner Grammatik akzentuirte. Hier ist sein Akzent iiberall, wo es notiig war, auf Grund der Terrainforschungen rekonstruiert worden. Der Akzent in Starčević’s Grammatik ist neustokawisch und entspricht im Grunde dem heutigen schriftsprachlichen, obwohl es Abweichungen gibt, beson- ders in Verbalformen. Die angefiihrten Akzente, die vom spateren Akzentuiren in den, Kategorien, wo die Normierung unseres Akzents als often betraehtet werden kann, abweichen, erscheinen auch heute als normierte Oder gebrauchte Dubletten (baština : baština).