Im obigen Aufsatz weist der Verfasser auf die weiteren in Zmajs Dichtung auftretenden deutschen Elemente hin. Wahrend seiner Schaffensperliode ȕbertragt Zmaj viel aus Fremdsprachli- chem ins Serboikroatische. Er bevorzugt dabei nicht nur erst- und zweitrangige Dichter, sondern iibersetzt auch dritt- und viertrangige und anbeitet sie um. Am meisten bedient er sich deutscher Queilen. Selber grosser Lyriker, dichtet er mit Vorliebe dieutsche lyrische Gedichte um, Und da er mit Leiden- schaft Freiheit, Briiderlichkeit und Gleichheit besingt, bewegen ihn auch viele deutsche freisinnige Schriftsteller zur Umarbeitung. Hauptsachlich begeistem ihn dabei die Gedichte von Georg Friedrich Daumer, Friedrich Bodenstedt, Hoffman von Fallersleben, Georg Herwegh, Ferdinand Freiligrath, Friedrich Riickert, Adolf Glassbrenner, Ludwig Kalisch u. a., die dem seinerzeitigen gesellschaftlich-politischen Zustand Serbiens, der Vojvodina und Kroatiens entsprechen. Der deutschen Kinderliteratur entnimmt er Motive, die er auf unseren Boden zu iibertragen fur geeignet halt Und die der Erziehung unserer Kinder vom friihsten bis zum herangewachsenen Jugendalter dienen. Er bearbeitet die deutschen Kinderlieder, hauptsachlich die vom Robert Reinick, Wilhelm Hey, Julius Sturm, Viktor Bliithgen, Ernst Ortlepp, Rudolf Lowenstein u. a. derart, dass sie unseren Gegebenheiten angepasst sind und in Einklang mit den damals geltenden Ideen des Fortschritts stehen. Selten halt er sich dabei getreu an das Original, sondern arbeitet den fremden Text um und erweitert ihn. Neben die Titel seiner Ubertragungen und Nachdichtungen setat er meistens »nach dem Deutschen«, »nach dem Ungarischen« Oder »iibersetzt«. Manche seiner Ubersetzungen versieht er mit einem Stern »*« Oder mit zwei Sternen »**«. Lange Zeit ist er Mitarbeiter an einer grossen Anzahl von literarischen Zeitschriften, Kinderblattern, politischen Zeitungen, Kalendem, Almanachen und Jahrbuchern. Seine Ubertragungen und Umdichtungen sind nicht mit seinem Namen, Oder seinen Initialen, sondern mit ungeiahr 200 Pseudonymen und Chiffren unterzeichnet. Manche von ihm ubersetzte Gedichte stammen von Autoren, deren Namen er nicht kannte, weswegen viele seiner Uberset- zungen und Umarbeitungen nicht den Vermerk uber den Urheber tragen. Dazu kommen noch die vielen nach seinem Tode erschienenen Ubertragungen, bei denen die Herausgeber von Zeitschriften und Blattem absichtlich die Bemer- kung Zmajs uber den Dichter seiner Ȕbersetzung fortliessen.