Dialektik der freiheitsverwirklichung
Abstract
Der Verfasser behandelt die Fragen der Verwiklichung der Freiheit in der schopferischen Umgestaltung gegebener Wirklichkeit. Die Freiheit ist als das Erlebnis aufgefasst, in dem sich die menschliche Personliehkeit in ihrer Urspriinglichkeit sammelt, die den erlebten Sinn als die Wahrheit ausstrahlt. Die Dynamik des Erlebnisses transzendiert zum Bereich des realen Gesehehens indem sie in die schopferische Wirkung iibergeht. Dabei entsteht eine Interaktion verschiedener Bestimmtheitstypen, d. h. der objektiven Bes- timmtheit des natiirlichen end des gesellschaftlichen Gesehehens und der subjektiven Bestimmtheiten, derer sich der Mensch in der Verwirklichung seiner Ziele bedient. So aussert sich die Freiheit als ein Totalisationsprozess, in dem die Trennung von Subjekt und Objekt uberwunden wird, so dass die objektiven Natur- und Gesellschaftsbereiche durch die Determinanten trans- formiert werden, die sich nach der erlebten Wertung richten. Die Freiheit ist also nicht nur die blosse Kontingenz oder die Willkurlichkeit, sondern eine zum Menschsein gehorende Eigenschaft.


