Sechs punktionen des Philosophischen Diskurses
DOI:
https://doi.org/10.15291/radovidru.2009Abstract
Anhand des sprachwissenschaftlichen Modells (Jakobsons sechs Funktionen innerhalb des kommunikativen Prozesses) untersuchen wir einige Merkmale des philosophischen Diskurses. Sechs Momente werden hervorgehoben:
1. die Rollen des Subjekts im Diskurs, ihre Verschiedenartigkeit und spezifische Artikulation,
2. die metalinguistische Funktion des Kodes, der sich im Ablaufe des philosophischen Redens fortwährend auf- und abbaut (Diskurs als Hervorbringung des Kodes),
3. die rhetorische Bezugnahme der Philosophie, ihr Anspruch auf Relevanz für praktische Wirksamkeit,
4. die Art und Weise, auf der sich die Philosophie ihren Zugang zum Leser oder Hörer verschafft und sicherstellt (mit Hilfe von Alltagswissen, praktischen Ideologien, wissenschaftlichen Grundsätzen oder Methoden),
5. die spezifische Textualltät der Philosophie, die hinsichtlich dreier Hauptpunkte untersucht wird: im Hinblick auf Stil, argumentationsweise und systematischen Zusammenhang der Ideen,
6. Sinn und Bedeutung (Referenz) philosophischer Texte zum Unterschiede von Wissenschaft und Kunst.


