Charakter und Funktion des Widerspruchs im Unterrichtsprozess

Authors

  • Josip Pivac

DOI:

https://doi.org/10.15291/radovidru.2013

Abstract

Der Unterricht zeichnet sich durch eine Vielzahl allgemeiner und besonderer Eigenschaften aus. Er wird, unter anderem, auch durch eine Menge innerer Gegensätze charakterisiert, die aus ihrer komplizierten Organisation und interdisziplinierten Begründung hervorgehen. Mit Recht wird behauptet, dass der Unterricht ein verwickelter, dialektischer Prozess sei. Wollte man das Wesen dieses Prozesses erkennen, müsste man seine hauptsächlichen Widersprüche als Beweggrund anse- hen. Würde man die Widersprüche des Unterrichts im Detail analysieren, könnte man feststelien, dass ihr Wesen auf Erkenntnis und methodischem Charakter beruht; selbstverständlich stehen sie in einem bestimmten Verhältnis und einer wechselseitigen Bedingtheit und Durchdringungskraft zueinander. Sie sollten im Einklang mit den erkenntnisfähigen psychologischen und didaktischen Kriterien und Gesetzlichkeiten gelöst werden, um das Ziel der Verwirklichung vollkommen bestimmter didaktischer Aufgaben zu erreichen. Die Widersprüche des Unterrichts manifestieren sich in verschiedenen Gesichtspunkten, Qualitäten und Intensitäten und nehmen im Einklang damit auch eine bestimmte Funktion im Unterricht ein. Deswegen wäre es notwendig, die inneren Widersprüche des Unterrichts im Interesse einer grösseren rationellen und produktiven Erziehungs- und Bildungsarbeit zu erforschen, wobei man immerdie Eigentümlichkeit des Unterrichts als organisatorischen Erziehungs- und Bildungsprozess im Auge behalten sollte.

References

Published

2018-04-17

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