Wie heißen die Tochtersprachen' des Lateins?

Authors

  • Žarko Muljačić University of Berlin

DOI:

https://doi.org/10.15291/radovifilo.1723

Abstract

Seit 1970. mehren sich die Stimmen, daß Teile des begrifflichen Instrumentariums dem Stand der Dinge in der Romanistik nicht gerecht werden. Die Kritik nahm unter die Lupe besonders den Terminus Dialekt nachdem (cfr. Trumper, 1977) bekannt wurde, daß es zwei Dialekteusorten gibt: solche, die als Zentralglieder in Makrodiglossien funktionieren und gleichzeitig untergeordnet und hegemonisch sind, und solche, die keine eigene Dialekte haben. Trumper betonte auch, daß in der Wirklichkeit diadische Diglossien und ternäre Makrodiglossien Zusammenleben. Die besten Benennungen der Makrodiglossienglieder sind: Hohe Sprache, Mittlere Sprache, und Niedere Sprache. Damit verlor das aristotelische Prinzip Tertium non dalur seinen exklusiven Wert und wurde durch das hegelsche Tertium datur (dem ich den postmodernen Zusatz: ... sed non utique zufügte) relativiert.

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Published

2018-04-20

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Original scientific paper