Weiblichkeitsimaginationen in der literatur der jahrhundertwende

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DOI:

https://doi.org/10.15291/radovifilo.1766

Abstract

Im literarischen Diskurs um die Jahrhundertwende werden die Imaginationen des Weiblichen analysiert. Dabei lässt sich feststellen, dass es sich bei diesen Bildern weniger um die Frau- in ihrer sozialen und familiären Konnotation - sondern um männliche Vorstellungen vom Naturwesen Weib handelt, das einerseits als Herausforderung empfunden, andererseits aber auch als Projektionsobjekt für eigene Unvollkommenheit, für Versagen und Ängste benutzt wird. Es herrscht eine ambivalente Einstellung zum anderen Geschlecht, die Ausdruck der geistesgeschichtlichten Antonomien dieser Zeit ist, der Dekadenz und des Vitalismus. Die literarischen Imaginationen des Weiblichen lassen sich in diesem Zusammenhang sehen, und es werden für sie die Typisierungen »Sinnenteufel«, »femme fatale«, »femme fragile«, »Undine«, »Amazone« und »Urmutter« aufgezeigt.

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Published

2018-04-22

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