Die hohe Zahl von Formvarianten der gleichen grammatischen Formen gehört auch zu den Merkmalen des Frühneuhochdeutschen. Während dieser Periode zeigen sich die Ansätze zum einheitlichen Sprachgebrauch in der Schriftsprache. Dieser Angleichungsprozeß wird am Beispiel der analytischen Verbformen ’werden/müssen/sollen/wollen + Inf.’ dargestellt. Die synchrone und diachrone Analyse der Belege wird auf der Basis von Korpustexten aus dem Zeitraum von 1350—1700 durchgeführt.