Imaginationen und Projektionen des Weiblichen in Alfred Doblin

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DOI:

https://doi.org/10.15291/radovifilo.1789

Abstract

Doblins Frauenderstellungen werden auch in seinem letzten Roman als »Mannigfaltigkeit der Natur in punkto Mensch« definiert. Zu ihrer Analyse werden die verschiedenen Lesarten des Romans benutzt, in denen die Imaginationen und Projektionen des Weiblichen eine wichtige Rolle spielen. Sie werden vor allem auf die weibliche Hauptgestalt, Alice Allison bezogen, deren Doppelnatur (Heilige-Hure) im laufe des Romans durch verschiedene poetologische Muster aufgedeckt wird. Parallel zu dieser Ent-Deckung wird der Auflosungsprozez der Familie betrachtet, der in die Entlarvung der Kriegsmechanismen seinbezogen wird. Geschichtenerzahlen als Möglichkeit der ironisierenden und spielerischen Variation von Imaginationen und Projektionen wird als zugleich zeitspezifische als auch typisch Döblinsche poetologische Strategie zur Frauenderstellung erkannt.

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Published

2018-04-29

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Original scientific paper