Visionen - ein Schlüsselbegriff in Oskar Kokoschkas Schaffen - werden in Hinblick auf das Thema Geschlechterkonflikt betrachtet, wobei eine Korrelation zwischen dem bildnerischen und literarischen Werk des Künstlers sichtbar wird. An ausgewählten textuellen und visuellen Beispielen läßt sich in einer vergleichenden Analyse feststellen, daß man Oskar Kokoschka als multimedialen Künstler bezeichnen kann. Wort und Bildkunst verbinden sich vor allem in seinen Drameninszenierungen zu einem Gesamtkunstwerk, können aber dennoch als autonom angesehen werden und sind jeweils spezifischer Ausdruck seiner inneren Gesichte.