Frauen- und Mannerbilder bei Peter Handke

Authors

  • Slavija Kabić Faculty of Philosophy in Zadar

DOI:

https://doi.org/10.15291/radovifilo.1834

Abstract

In dem Aufsatz wird die Gefühlswelt einiger weiblicher und männlicher Figuren in den Werken Peter Handkes in der für sie veränderten Lebenssituation dargestellt, und zwar nach dem Schock als Höhepunkt ihrer Belastung durch die aufgezwungenen gesellschaftlichen Denk- und Verhaltensmuster. Der Bruch mit dem bisherigen Leben, durch Trennung vom Partner oder Flucht vor ihm symbolisiert, ist gleichzeitig Anfang der Suche nach dem verlorenen Selbstbewußtsein und der Freiheit überhaupt. In dem eingeschränkten Spielraum kämpfen Männerfiguren, als Träger der Handlung in den meisten Arbeiten Handkes, zwischen dem ambivalenten Zustand von Alleinsein, Unsicherheit und Angst einerseits und euphorischer Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit der Frau als Objekt männlicher sexueller Begierde andererseits. Ihnen untergeordnet sind Frauengestalten, die sich mit dem patriarchalischen Rollensystem auseinandersetzen wollen. Den unglücklichen und verängstigten Protagonisten-Verlierern gelingt es, auf der Flucht vor sich selbst und der Suche nach dem wahren Ich die verlorene Integrität und Individualität wiederzufinden, die von den Gesellschaftsnormen bedroht und beinahe zerstört worden sind.

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