Der Europaische Rahmen des Kroatischen Lyrischen Expressiomesmus
DOI:
https://doi.org/10.15291/radovifilo.3493Abstract
Durch diese Studie fasst der Autor seine Ewagungen tiber die moderne kroatische Lyrik aus den folgenden von ihm verfassten Beitragen zusammen: »Djelo S. S. Kranječvića u prostoru i vremenu« (Das Lebemswerk des S. S. Kranjčević im Raum und in der Zeit), Radovi Filozofskog fakulteta — Zadar, III/1962; »Lirika J. P. Kamova i njen nacionalni književno-historijski okvir« (Die Lyrik des J. P. Kamov und ihr nationaler literaturhistorischer Rahmen). Radovi F. F, Zadar VIII/1968-69, 1969-70; »Internacionalni okvir lirike J. P. Kamova«, (Der internationale Rahmen der Lyrik des J. P. Kamov) Gedenkschrift fiir A. Schmaus, Mtinchen, 1971; »Optička nijansa hrvatskog lirskog ekspresionizma«, (Die optiische Nuance des kroatischen lyrischen Expressionismus’) Croatica, III1/1972, Nr. 3; »Fenomen ekspresionizma u hrvatskoj lirici« (Das Phanomen des Expressionismus in der kroatischen Lyrik), Radovi F. F. Zadar, XI/1973. Nr. 11. Indem er den »europaischen Rahmen des europaischen lyrischen Expressionismus’« darstellt, behauptet der Verfasser, dass darin die Beziehungen verschiedener Quantitaten zum Ausdruck kommen und zwar jene »kleinen kroatischen und die allerdings viel grosseren europaischen, die im zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts — zur Zeit des Aufbliihens der oben erwahn- ten expressionistischen Phase — Quantitaten sein mochten, die im deutschen Sprachraum zum Ausdruck kommen konnten«. Den Unterschied der Quantitat ungeachtet waren auch Verwandschaften der Qualitat vorhanden, notwendig unterschiedliche Eigenheiten und spezi- fische Erscheinungen, ja auch »konkrete Beziehungen und schopferische Gegenseitigheiten« zwischen kroatischen und einigen europaischen, vor allem aber deutschen Dichtern und Malern. In einem umfangreichen Kapitel erforscht der Autor die Reflexe des bekannten Van Hoddisschen Gedichtes »Weltende« im Rahmen des »kroatischen lyrischen Expressionismus« und stellt fest. dass die moglichen und eigent- lichen Beziehungen kroatischer Dichter zu diesem Gedicht schopferisch waren, dass dieses von einigen (KovaČić, Kranjčević, Kamov) geahnt, von anderen (A. B. Simić) gekannt, von dritten (Krklec, Krleža) iibersetzt und dann im Formalen weitergefiihrt (Kamov) und wieder ideologisch weitergefiihrt und weiterempfunden (Krleža, Cesarec) wurden. Zusammenfassend weist der Autor auf das Spezifische der Beziehungen eines kleines Volkes und einer kleinen Literatur zu den grossen Volkern und ihren Literaturen hin. Insbesondere hebt er das Schicksal der Expressionisten und anderer Dichter der Avantgarde im Dritten Reich, wahrend der Herr- schaft des Nazi-Faschismus in Europa hervor, als zahlreiche Dichter Verfol- gungen erleiden mussten, so dass dieses Leiden auf eigenartige Weise die kroatischen Dichter mit den europaischen verbindet. Abschliessend erwahnt der Autor auch die Rehabilitierung die Expressionisten nach dem Kriege, sowie auch die spate Bestatigung und das europaische Integrieren des europaischen und innerhalb dieses Rahmens auch des kroatischen Expressionismus.


