Ein romantisches Bild unter klassischen Vorzeichen: Mittelmeer, Balkan und Orient in von Schwaden umwobenen Höhlen, Ruinen und Kirchen

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Sein romantisch geleitetes Geschichtsinteresse verlegte Joseph Freiherr
von Auffenberg nach Adrianopel, mit der osmanischen Hauptstadt in
eine Naturlandschaft, in welcher die Suche nach Identifikationsmerkmalen
durch in Dämmerung liegendem traditionellen Kontrastreichtum als
Alterität zum Ausdruck kam. Der Beitrag untersucht am Beispiel Auffenbergs
Drama Skanderbeg (1846), inwiefern literarisch reflektierte
Identifikationsmuster entsprechend den dichterischen Strömungen Klassik
und Romantik Vorstellungen vom adriatischen Balkanraum schufen,
diesen als Teil eines gemeinsamen Kulturraums wahrzunehmen. An
Schauplätzen von Höhlen, Ruinen und Kirchen wird eine feste Ordnung
sittlich-moralischen Wertegefüges reflektiert, ergo die Fiktionalisierung
einer Alterität, die indentitätsstiftend im historischen Diskurs steht.

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