Subjekt- und Identitätskonstitution in Anna Baars Roman Als ob sie träumend gingen
DOI:
https://doi.org/10.15291/gem.3062Schlagwörter:
Mittelmeer, Fremdheit, Krieg, Trauma, IdentitätAbstract
Der Beitrag thematisiert die Subjekt- und Identitätskonstitutionen im Roman Als ob sie träumend gingen von Anna Baar innerhalb eines literatur- und kulturwissenschaftlichen Diskurses und versucht die Entfremdungserscheinungen im Text aufzuzeigen. Bei dem Roman handelt es sich um einen narrativen Text, der Historizität, vor allem die Kriegsszenarien im Raum des Mittelmeeres, verfremdet und als Ausdruck von Erinnerungen darlegt. Die Selbsterkenntnis des Protagonisten beruht auf einer Dynamik von Identität und Alterität, bei der es zu einer Hinterfragung des Wechselspiels zwischen Eigenem und Fremdem kommt. Das Fremde wird durch den zunehmenden Verlust der Liebe, des Vertrauens und der Menschlichkeit gekennzeichnet. Dalmatien als Erfahrungsraum korreliert mit der Existenznot literarischer Figuren und mit ihrer Abgrenzung vom kulturellen Anderen. Die distanzierte Erzählinstanz verweist auf die gesellschaftliche Ausgrenzung der literarischen Hauptfigur und ihre Suche nach Orientierung im fremden Alltag.Downloads
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2025-04-23
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