Von der Vollgültigkeit der analogischen Tendenzen der Literatur und der bildenden Künste ausgehend, betrachtet der Verfasser die Bestimmung des Expressionismus als Erscheinung aufgrund der Gegebenheiten der bildenden und literarischen Theorie und Geschichte zugleich. Die Aufstellung einer, wenn auch nur bedingten, Definition des zu betrachtenden Gegenstandes ist als unerlässliche Vorbedingung aller Betrachtungen über den Expressionismus in Kroatien anzusehen. Unter vorrangiger Berufung af die Erscheinungen in der bildenden Künsten beweist der Verfasser die Unterschiedlichkeit der Konzeption der Form in verschiedenen expressionistichen Erscheinungen, woraus die Unmöglichkeit, der Umfassung aller Erscheinungen durch eine eindeutige Definition in Bezug auf den Stil hervorgeht. Zugleich aber auch die Unannehmbarkeit zu starker extensiver Definitionen, die in ihrer Gesamtheit mit dem Prozess der »Desintegration der Wirklichkeit« in der modernen Kunst zusammenfallen (H. Walden, G. Benn). Der Verfasser betrachtet zunächst den Schaffensprozess durch das Prisma des Verhältnisses Objekt-Subjekt-Werk und bemüht sich beweisen, dass in der modernen Kunst zwei Revolutionen, die des Subjekts und die des Werkes (der rein künstlerischen Form) und gegen die bis gestern, herrschende Tyrannei des Objekts parallel und miteinander verflochten geführt werden. Der Expressionismus ist in diesen breitgezogenen Koordinaten als ein objektiv bedingter bis zum äusseren betonter Austdruck des Subjektes anzusehen, deswegen muss er notwendig und rein objektiv psyhologisch und soziologisch bestimmt werden. Die Definitionen der Form sind nur im Rahmen einzelner Phasen und einzelner Persönlichkeiten denkbar. In der Frage der Methode einer vollkommeneren Anschauung des Expressionismus in Kroatien, betont der Autor die Notwendigkeit der dialektischen Behandlungsweise, die gleichzeitig Forschungen in drei Reichtungen voraussetzt: die der formellen, der psychologischen und der soziologischen Analyse konkreter Persönlichkeiten und Bewegungen; besonders lehnt er Trennung und verschiedenartige Kategorisierung »autochtoner« Quellen und »fremder« Einflüsse ab, weil er der Meinung ist, dass diese beiden Komponenten im wahren Schaffensprozess eine komplizierte, aber einheitliche Gesamtheit konkreter, objektiver Realität darstellen.